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Vermeidung von Lebensmitteln im Abfall
Jährlich landen 166.000 Tonnen genießbare Lebensmittel in Österreichs Abfalleimern. Mit dieser Menge könnte man die BürgerInnen von Innsbruck ernähren. Grund genug für ATM-Abfallwirtschaft Tirol Mitte, Caritas, Forum Land, IKB, Land Tirol, Lebensministerium, SPAR und Stadt Innsbruck eine großangelegte Kampagne zur Vermeidung von Lebensmitteln im Abfall zu starten. Titel der Aktion: „Lebensmittel sind kostbar“!
Die größte Menge an Essensmüll stammt von privaten Haushalten. Viele Tiroler Familien werfen nämlich pro Jahr bis zu 46 kg genießbare Nahrungsmittel im Wert von ca. 160 Euro in die Abfalltonne. Aber auch die Lebensmittelindustrie, die Gastronomie und der Handel tragen zum Abfallberg bei. Laut der Restmüll-Analyse Tirol vom Dezember 2010 machen die genießbaren – und teilweise originalverpackten – Lebensmittel einen Anteil von 8 Prozent im Restmüll aus. Alleine für das in Österreichs Haushalten weggeworfene Brot bräuchte man eine Fläche von 20.000 Hektar um das Getreide anzubauen. Diese Zahlen der Verschwendung bekommen nochmals eine neue Dimension, wenn man an die steigenden Lebensmittelpreise und an die vielen Hungernden auf der Welt denkt.
2009 widmete die ATM ihren jährlichen Zukunftsdialog diesem brisanten Thema. Mittlerweile gibt es eine österreichweite Arbeitsgruppe, die entsprechende Aktivitäten zur Abfallvermeidung setzt. Die Kampagne von ATM, Caritas, Forum Land, IKB, Land Tirol, Lebensministerium, SPAR und Stadt Innsbruck soll nun die Konsumenten sensibilisieren, bewusst einzukaufen.
Äpfel statt Ananas
Beispielsweise bei SPAR: In SPAR-Supermärkten und bei EUROSPAR findet eine Road-Show statt, bei der man viele Einkaufstipps sowie Sofortgewinne wie Stofftragetaschen und Einkaufsblöcke bekommt. Zudem werden Restl-Kochrezepte gesucht. Die besten Rezepte erscheinen als Restlkochbuch, die Gewinner dürfen mit Haubenkoch Martin Sieberer aufkochen.
Forum Land lädt zu einer Vortragstour durch die Bezirke. Wer auf heimische Produkte setzt, spart und schützt die Umwelt. Jedoch ist für immer mehr Menschen der Lebensmitteleinkauf nur mehr schwer zu finanzieren. Eine besondere Aufgabe erfüllen die Tiroler Sozialmärkte: Vom Handel aussortierte, aber genießbare Lebensmittel kommen hier sozial Schwachen zugute.
Umweltminister Nikolaus Berlakovich begrüßt die Aktion: „Bäuerinnen und Bauern decken den Tisch der Menschen mit hochqualitativen Lebensmitteln. Dennoch werfen österreichische KonsumentInnen Lebensmittel - oft sogar noch originalverpackt und unverdorben - weg. Das ist bei der Anzahl unserer Haushalte rund € 1 Milliarde, die buchstäblich im Müll landet. Mit der Initiative „Lebensmittel sind kostbar“ will ich den persönlichen, ethischen und gesellschaftlichen Wert von Lebensmitteln stärker im Bewusstsein unserer BürgerInnen verankern. Die vom Lebensministerium unterstützte Jahreskampagne ist ein wichtiger Beitrag, um dieses Ziel zu erreichen“.
Weitere Tipps zur Vermeidung von Lebensmitteln im Abfall unter www.lebensmittel-sind-kostbar.at.
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